Eine meiner Hauptaufgaben ist die Medizin, das heisst, dass die Kinder regelmaessig ihre Medikamente bekommen und sie (falls noetig) Montags und Donnerstags von den Aerzten untersucht werden die nach Baphumelele kommen. Die letzte Woche war zumindest fuer mich relativ ruhig, doch dann kam der Samstag. Es musste noch neue Medizin vorbereitet werden und eine andere Medinzin im Krankenhaus abgeholt werden - na los, kann ja nicht lange dauern, denkste! Nach 6 Stunden war alles fertig und wir konnten ins Wochenende starten...
Am Montag ging es dann grad so weiter. Da in den letzten Wochen relativ viele neue Babys und ueberhaupt Kinder gekommen sind, mussten viele zur Untersuchung. Zwei Kinder, 2 1/2 und 5 Jahre, sind Freitagnacht zu uns gekommen und waren auch dabei. Am Nachmittag (also die Untersuchungen abgeschlossen waren) sind wir dann nach Simelela gefahren, eine Betreuungsstelle fuer missbrauchte Kinder. Normalerweise geht das recht schnell - was in suedafrikanischen Verhaeltnissen ca. 2-3 Stunden sind - doch was wir nicht wussten, fand an diesem Tag ein Verhoer statt, weil sie von ihrem Vater vergewaltigt wurden. Bei solchen Geschichten und auch wie damit umgegangen wird faellt einem dann auf, dass es hier Realitaet ist und wir davon voellig geschockt und es gar nicht glauben koennen das so etwas wirklich passiert.
Back at home (hier reden wir uebrigens viel Denglisch) mussten dann noch alle Spritzen fuer die Babys aufgezogen werden, was nicht gerade wenig ist. So kam es, dass ich dann um 21:37h auf die Uhr schaute und erleichtert feststellen konnte: FEIERABEND!
Kommentare ermoeglichen mir die Gewissheit, dass hier fleissig gelesen wird.
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2 Kommentare:
Krass.
Das muss ja ganz schön an die Substanz gehen, was ihr da die ganze Zeit macht, klingt ja echt heftig. Aber, wie man zwischen den Zeilen lesen kann, scheint es schwer interessant zu sein!
Arbeitest Du denn immer bis spät abends oder habt ihr auch mal sowas wie nen "freien" Abend?
Was sprichst du mit den ganzen kleinen Kindern, Englisch? Oder sprechen die nur xhosa? Stell ich mir übelst schwierig vor, ich bin schon beim Portugiesischen nur am rumstottern.
Viel Erfolg bei deiner Arbeit!
Philipp
(PS: natürlich bin ich fleißig am mitlesen!)
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich Menschen "Normalität" wahrnehmen. Habe schon mehrere Freunde aus Südafrika berichten gehört und jedes Mal kommen neue, schockierende aber auch schöne Erzählungen dazu.
Ich lese auch fleißig mit und freue mich immer über einen neuen Post.
Liebe Grüße
Becka
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